EU: 1996 – 1997 / US: 1995 – 1996
Staffel nach japanischer Zählung: 18
Vollständiger Name: Ninja Sentai Kakuranger
Kurzform: Kakuranger
Erstausstrahlung: 18. Februar 1994
Finale der Serie: 24. Februar 1995
Name EU / US |
Name Jap |
Typ |
| Ninja Megazord | Main | |
| Shogun Megazord | Ninja Gattai Muteki Shogun | Main |
| Falcon Zord | Supporter | |
| Ninjor | Helper |
Zord |
|
Ninja Megazord Legacy |
|
Falcon Zord Legacy |
| Ninjor - Retro-Morphin Version |
| Ninjaman Lucky Draw - Silver Chrome / Gold Chrome (Gerücht?) |
Mit der dritten Staffel wurde das Zord-Thema erneut deutlich erweitert. Nach Dino- und Thunderzords hielten nun die Ninja- und Shogunzords Einzug, was den stärksten stilistischen Wandel innerhalb der Mighty Morphin Power Rangers darstellte. Statt Dinosauriern oder Fantasiewesen dominierten nun klar japanisch inspirierte Designs, die sich bewusst von allem unterschieden, was zuvor zu sehen war.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der dritten Staffel ist der erstmalige Wechsel des Hauptzords innerhalb der laufenden Serie. Zu Beginn stand mit dem Ninja Megazord zunächst ein neues Zord-System im Zentrum. Im weiteren Verlauf der Staffel wurde dieser jedoch durch den Shogun Megazord abgelöst, der fortan die Rolle des Hauptzords übernahm. Damit wurde erstmals der Fokus innerhalb einer Staffel bewusst verlagert und mit unterschiedlichen zentralen Megazords gearbeitet.
Mit Ninjor wurde in der dritten Staffel zudem erstmals ein Zord eingeführt, der eine klare Sonderrolle einnahm. Er existierte unabhängig von den übrigen Zords, konnte nicht mit ihnen kombiniert werden und fungierte vielmehr als unterstützende Einheit. Damit war Ninjor der erste von mir so bezeichnete „Helper“, der bewusst außerhalb der klassischen Kombinationslogik stand. Diese Trennung von Hauptzords und unterstützendem Zord stellte ein neues Konzept dar und erweiterte das Zord-System um eine zusätzliche Ebene.
Ein entscheidender Unterschied der Shogunzords lag in ihrer Gestaltung. Anders als die vorherigen Zords stellten sie keine einzelnen Tiere oder Fantasiewesen dar, sondern besaßen eine stark abstrahierte, humanoide Form. Diese reduzierte, fast rüstungsartige Erscheinung verlieh ihnen eine ganz eigene Identität und hob sie deutlich von den organischeren Designs der Dino- und Thunderzords ab. Gerade dieser Bruch machte sie für viele Fans zunächst ungewohnt, für mich aber umso spannender.
Gerade aus Sammlerperspektive ist die dritte Staffel besonders interessant, da sich hier Unterschiede zwischen den EU/US- und den japanischen Versionen deutlicher zeigen als zuvor. Abgesehen von allgemeinen Qualitätsunterschieden gibt es häufig kleinere farbliche Abweichungen. Ein bekanntes Beispiel ist der Thunder Megazord, dessen Löwenkopf in der EU- und US-Version schwarz gehalten ist, während er im japanischen Original grün erscheint.
Beim Shogun Megazord fällt ein besonders markanter Unterschied auf. Abgesehen von Sondereditionen oder koreanischen Versionen handelt es sich hierbei um den einzigen mir bekannten Fall, bei dem ein Zord in einer komplett anderen Farbe umgesetzt wurde. In der EU- und US-Version besteht der rechte Arm aus dem klassischen Pink Shogunzord, passend zur Pink Rangerin. In der japanischen Originalfassung hingegen ist dieser Arm ein weißer Shogunzord.
Der Grund für diese Abweichung liegt weniger im Spielzeug selbst als vielmehr in der Serienadaption. Für die westliche Version wollte man das vertraute Fünf-Farben-Schema aus den ersten beiden Staffeln beibehalten, bestehend aus Rot, Blau, Gelb, Schwarz und Pink. Im japanischen Originalteam existierte jedoch keine Pink Rangerin mehr, weshalb dort stattdessen ein weißer Ranger Teil des Teams war. Diese Entscheidung macht den Shogun Megazord rückblickend zu einem besonders spannenden Beispiel dafür, wie stark sich Serienlogik und Toyline gegenseitig beeinflussen konnten.
Hier habe ich mich zum ersten und auch letzten Mal an einem Custom Repaint versucht. Ein alter, bereits stark vergilbter Falconzord hat von mir einen neuen Anstrich bekommen, mit Revell-Modellfarben (Spoiler: eher nicht zu empfehlen).
Das Ergebnis ist ganz okay geworden, hat mir aber vor allem eines gezeigt: Das überlasse ich in Zukunft lieber anderen. 😅
